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Der Streit, der unsere heile Welt zerbrach || Lucy & Chelsea


“Willkommen bei uns! Das »Habits Of The Dark« ist ein Crossover Forum, welches sich aus den Serien Vampire Diaries, Teen Wolf und Supernatural zusammensetzt. Die Basis für dieses RPG-Forum bildet die Serie Vampire Diaries, weswegen sich alle anderen Wesen an dieses Universum anpassen. Wir spielen nach dem Prinzip der Ortstrennung und haben die Altersbeschränkung FSK18. Geschrieben wird bei uns im Romanstil. » Wir starten ein Jahr nach dem Ende von Staffel 8 in VD«, was bedeutet, dass Vieles unserer eigenen Feder entstammt. Bei uns sind nicht nur Seriencharaktere aus VD, TW und SPN erwünscht und sehr gerne gesehen, sondern auch jegliche Freecharaktere. Bitte beachtet jedoch, dass Charaktere, welche der Serie zu Grunde liegen, auch getreu gespielt werden sollen! Charaktere, die in der Serie bereits gestorben sind, können mit einer guten Story wieder unter die Lebenden geholt werden. Zusätzlich dürfen TO-Charaktere nur unter bestimmten Voraussetzungen bei uns gespielt werden. Zum einen befinden diese sich - storymäßig - bei dem Ende von Staffel 3. Danach sind weitere 3 Jahre vergangen bis sie langsam in Mystic Falls eingetrudelt sind, welche natürlich vom entsprechenden Charakter gefüllt werden müssen. Außerdem braucht jeder TO-Charakter einen triftigen Grund für sein Erscheinen in MF, da es sich hierbei um ein TVD basiertes Forum handelt.
"Ein Jahr ist vergangen seit das Schicksal einmal wieder unsere geliebte Stadt • Mystic Falls • heimgesucht hatte. Eine tiefe Finsternis hatte sich über unser aller Leben nieder gelassen, nichts Ungewöhnliches, doch dieses Mal forderte diese weitaus mehr Leben und wir zahlten einen hohen Preis, um heute hier zu stehen. »Im Augenblick ist es ruhig, ist das nur die Ruhe vor dem Sturm? Oder schleicht sich bereits in diesen Moment etwas unter die Bewohner um sie an Tag X eiskalt zu überraschen?« Zusätzlich wurde ein neues Rudel in den dichten Wäldern gesichtet, welches sogar eine Banshee im Schlepptau hatte. Und was zum Teufel verschlägt die berühmten Winchesterbrüder in unsere Stadt? Finde es selbst heraus und werde ein Teil dieser Geschichte!

Tyler LockwoodTyler Lockwood
Caroline SalvatoreCaroline Salvatore
Malachai ParkerMalachai Parker
RachmielRachmiel

Die fünf Kasperköppe; Tyler, Caroline, Malachai & Ray kümmern sich darum, dass hier alles mit rechten Dingen vor sich geht. Zumindest meistens. Wenn du irgendein Anliegen hast, wende dich bitte an sie.

“Es ist nicht wichtig, wohin du im Leben gehst... was du machst... oder was du hast... Es kommt darauf an, wen du an deiner Seite hast. ➔





#1

Der Streit, der unsere heile Welt zerbrach || Lucy & Chelsea

in • Vergangenheit 31.05.2018 19:56
von Chelsea Shadowhawk | 155 Beiträge
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Wesen » Hexe/Hexer
Eisenkraut? Nein
Ernährung » Menschliche Nahrung
Playstatus HP: Etiam || NP: Lucy - Flashback, Noel - Gegenwart

Play wird mit den richtigen Ortsnamen fortgeführt.



Lucy

Es war der Tag überhaupt! Der Briefkasten quoll praktisch über und Lucy konnte kaum alle Briefumschläge umfassen, so viele waren es. Doch sie war einfach nur aufgeregt und hibbelig. Daher fielen ihr viele der Umschläge auch immer wieder runter. Immerhin hatte sie es eilig.
“Chels!”, rief sie aufgeregt durch das ganze Haus, “Chels! Schwing deinen süßen Hintern hierher!”
Es war noch relativ früh am Morgen, doch die Schwestern hatten frei und das Haus für sich alleine. Während Chelsea noch seelenruhig geschlafen hatte, hatte Lucy immer wieder aus dem Fenster gestarrt und auf den Briefträger gewartet. Als er dann mit all den großen, braunen Umschlägen gekommen war, hätte sie vor Aufregung fast aufgeschrien. Doch sie hatte sich zügeln können und brav gewartet, bis er wieder weg war, ehe sie zum Briefkasten gesprintet war.
Jetzt trug sie die Briefe ins Wohnzimmer, ließ sie auf den Boden fallen und holte zwei riesige Kissen, damit sie sich drauf setzen konnten. „Chelsea!“, rief sie erneut, ungeduldig. Wenn ihre kleine Schwester immer noch nicht wach war, würde Lu ihr eben einen seiner Eiswasser über sie kippen. Sie wollte wissen, was in den Briefen stand. Wie viele Zusagen sie bekommen hatte. Ob sie von Salem eine Zusage hatte. Doch sie hatten sich gegenseitig versprochen, die Briefe nur zusammen zu öffnen. Daher wartete sie ungeduldig. Sehr ungeduldig...
Während sie ungeduldig mit einem Fuß wippte, sortierte sie die Umschläge. Chels, Lu, Chels, Chels, Lu, und so weiter und so weiter. Ihr fiel fürs Erste auch nicht auf, welche Umschläge dünner waren und welche nicht. Sie achtete auch nicht auf die Absender, da sie dann auf jeden Fall ihr Versprechen brechen würde.
„Chelsea!“, rief sie ein weiteres Mal, „wenn du nicht gleich hier bist hol ich doch persönlich! Nach einer Eisdusche bist du dann auch wach!!!“ Grinsend warf sie einen Blick zur Treppe, wo Chelsea sicherlich bald erscheinen würde. Denn sie wusste, dass die Drohung ernst ending war...



Chelsea

Völlig verschlafen versteckte sich Chelsea unter ihrer Bettdecke, als sie Lucys Stimme quer durch das ganze Haus bis zu ihr hörte. Kurz lugte sie zu ihrem Wecker, der auf dem Nachtschrank neben ihrem Bett stand und obwohl sie sah, dass es bereits Mittag war, vergrub sie sich wieder in der Decke. Normalerweise war sie keine Langschläferin oder ein Morgenmuffel, doch sie hatte keine Ahnung, wie lange sie in der letzten Nacht geschlafen hatte. Zusammen mit ihrer Schwester hatte sie sich beinahe die Nacht um die Ohren geschlagen, weil sie viel zu aufgeregt und nervös waren, um schlafen zu können. Sie wussten, dass am nächsten Tag - also heute - die Antworten der Unis ankommen würden und sie erfuhren, auf welchen sie angenommen wurden und wo sie Absagen erhielten. Und obwohl sich auch jetzt wieder die Ungeduld in ihr bemerkbar machte, kämpfte diese doch gegen ihre Müdigkeit an. Sie fühlte sich total gerädert und fragte sich, wie Lucy nur so gut drauf und aufgeweckt sein konnte, dass sie durch das ganze Haus schrie. Zu ihrem Glück waren ihre Eltern auf Arbeit, sodass diese es nicht mitbekamen, sonst würden sie wohl den tadelnden, aber dich liebevollen Blick ihrer Mutter zu spüren bekommen, weil Lucy so einen Lärm machte.
Als ihre Schwester allerdings drohte, sie persönlich aus dem Bett zu holen und das auch noch mit einer Eisdusche, schlug sie widerwillig die Decke zurück und setzte sich auf. Damit Lucy ihre Drohung nicht wahr machte, sollte sie nun wirklich aufstehen.
“Ich bin gleich da”, rief sie genauso laut zurück, um zu zeigen, dass sie wach war und um sich wenigstens noch umziehen zu können. Alles andere würde sie auf später verschieben müssen. Langsam kroch sie aus dem Bett und tapste barfuß zu ihrem Schrank, aus dem sie sich neben frischer Unterwäsche auch eine bequeme Hose und ein Top holte. Nachdem sie fertig umgezogen war und auch ihre Haare einigermaßen gebändigt hatte, lief sie die Treppe herunter und bog Richtung Wohnzimmer ab, in dem Lucy bereits mit den ganzen Briefumschlägen saß.
“Wie kannst du nur schon so gut drauf sein? Und ich hoffe, du hast noch nicht reingeschaut.”
Einen Moment lang versuchte sie noch böse zu schauen, doch da ihr das so gar nicht lag, erschien ein Lächeln auf ihren Lippen, als sie zum Sofa lief und sich neben Lucy setzte. Bevor sie sich den Umschlägen zuwandte, gab sie ihrer Schwester eine Umarmung.
“Erst einmal guten Morgen.”
Dass es bereits mittags war, störte sie dabei wenig. Immerhin war sie gerade erst aufgestanden.
“Und bevor du mir noch vor Ungeduld platzt, sollten wir loslegen.”
Mit einem weiteren Lächeln wandte sie sich zu ihrem Stapel an Umschlägen zu, die Lucy bereits sortiert hatte, und griff nach dem ersten.



Lucy

Lucy verfolgte ihre Schwester mit den Augen, als diese die Treppen herunterkam und sich dann neben sie setzte. Grinsend schnippte sie mit den Fingern und zwei Becher Kaffee erschienen neben den Umschlägen.
"Jetzt bloß nicht tollpatschig sein," neckte sie sie und erwiderte ihre Umarmung, "siehst du irgendeinen Umschlag, der schon offen ist?"
Lachend griff Lucy den ersten Umschlag von ihrem Stapel. New York. Die Uni, wo sie am liebsten hin wollte, sollte es mit Salem nicht klappen, wie sie es sich wünschte. Zwar wusste sie, dass Chelsea dort nicht so glücklich sein würde, doch sie hatten sich geschworen, irgendwohin zusammen zu gehen. Also würden sie Kompromisse finden.
Aufgeregt auf ihrer Lippe kauend riss sie den Umschlag auf und nahm die Bögen Papier heraus.
Sehr geehrte Miss Shadowhawk,
mit diesem Schreiben gratulieren wir Ihnen herzlich zur Aufnahme an der
Columbia University, im Studiengang Medizin.

Lucy stieß einen leisen Freudenschrei aus und grinste breit übers ganze Gesicht. Grund Nummer 1 für Aufregung und Nervosität war damit erledigt. War nur noch Salem, weshalb sie so aufgeregt war.
"Was hast du?", fragte sie neugierig und spähte zu Chelsea rüber. Diese hatte nicht New York als erstes in der Hand, sondern irgendeine der anderen Unis, an denen sie sich eigentlich nur zur Sicherheit beworben hatten. "Komm schon, mach hinne!", kicherte sie und trank einen Schluck Kaffee, "wie kannst du nur so ruhig sein?"
Ihre Schwester war tatsächlich, jedenfalls nach außen hin, die Ruhe selbst. Lag vielleicht daran, dass sie noch etwas verschlafen wirkte. Sie beide hatten ja auch kaum geschlafen. Naja, sie selbst hatte vielleicht insgesamt eine Stunde geschlafen... Wenn man alles zusammenrechnete... Immerhin war sie andauernd wach gewesen oder hatte die Uhr angestarrt. Es war ein Wunder, dass sie Chelsea nicht geweckt hatte, nachdem sie heute wieder mal zusammen im Bett geschlafen hatten. Sie hatten wieder lange gequasselt und gekuschelt und sich gegenseitig geärgert. Halt irgendwie von der Aufregung und Nervosität abgelenkt...



Chelsea

Chelsea erschreckte sich kurz, als plötzlich ein Becher mit dampfenden Kaffee in ihrer Hand erschien. Sie war wirklich noch nicht wirklich munter, denn eigentlich war sie daran gewöhnt, dass Lucy ihnen so ihr Trinken organisierte. Es kam selten vor, dass sie wirklich einmal Kaffee trank, doch heute war sie dankbar dafür und ihr stieg direkt der Karamellgeruch in die Nase, der von ihrem Becher ausging. Wenn Kaffee, dann nur damit und sie schloss einen Moment lang die Augen, bis Lucy sie versuchte, zu ärgern.
"Ich hab nicht vor, auch nur einen Tropfen davon zu verschwenden", lächelte sie ihre Schwester an und stellte den Becher erst einmal zur Seite. Im Moment war er ohnehin noch zu heiß, um ihn zu trinken, ohne sich die Zunge daran zu verbrennen.
Anschließend tat sie es ihrer Schwester gleich und nahm sich einen der Umschläge, die auf dem Tisch lagen. Es eine Antwort von der Uni in New Orleans und somit eher eine, wo sie beide nicht unbedingt hin wollten und die nur eine Ausweichbewerbung erhalten hatte, falls es weder mit New York noch mit Salem klappte. Aus dem Augenwinkel sah sie, dass Lucy einen Brief aus New York in den Händen hielt und daher wartete sie, bis sie ihren öffnete, da sie wissen wollte, was darin stand.
Der Freudenschrei, den sie kurz darauf hörte, sagte allerdings alles und sie freute sich mit ihr.
"Herzlichen Glückwunsch, Lu."
Als sie anschließend von ihr dazu gedrängt wurde, endlich ihren aufzumachen, schüttelte sie nur grinsend den Kopf, bevor sie ihre Aufmerksamkeit auf ihren Brief richtete.
"Du bist viel zu ungeduldig."
Chelsea öffnete den Umschlag und überflog die Zeilen auf dem Papier.
Miss Shadowhawk,
hiermit freuen wir uns, Ihnen bestätigen zu können, dass Sie an der Tulane University im Fach Medizin angenommen sind.

Ihre eigene Freude hielt sich ein wenig in Grenzen, denn schließlich gab es zwei Unis, die ihnen viel wichtiger waren, auch wenn sie nicht genau wusste, ob sie sich mit New York wirklich anfreunden könnte. Aus diesem Grund griff sie direkt nach dem nächsten Brief, bei dem es sich zum Glück direkt um den von der Uni in Salem handelte. Nun wurde sie doch ein wenig nervös und bekam ein mulmiges Gefühl, das sie sich nicht erklären konnte, wegen dem sie allerdings ein wenig zögerte und zu Lucy schaute, die sich ebenfalls den nächsten Brief gegriffen hatte.



Lucy

Lucy grinste weiterhin über beide Ohren, während sie Chelsea beobachtete. Auch sie hatte eine Zusage, allerdings war es aus New Orleans. Also eine der Ersatzunis.
Der nächste Umschlag war bei ihnen beiden jedoch aus Salem. Und da ihr eigener Umschlag viel dünner war als der von Chelsea, hatte Lucy kein gutes Gefühl. Sie würden unterschiedliche Antworten haben, dass wusste sie jetzt schon. Daher hoffte sie darauf, dass ihre Schwester von der Columbia ebenfalls eine Zusage erhalten würde. Denn dann war das Rennen für die Uni beendet. Dann würden sie in Big Apple studieren. Ihre beider zweite Wahl.
Ohne ihr Grinsen aus dem Gesicht zu nehmen, öffnete sie den Brief auf Salem langsam. Chelsea sollte nicht direkt mitkriegen, dass sie eine Absage erwartete. War ja nur logisch bei der Dünne des Umschlags. Wahrscheinlich war gerade mal ein Blatt oder so darin...
Die erste Zeile des Briefes sagte schon alles:

Sehr geehrte Miss Shadowhawk. Bedauerlicherweise müssen wir Ihre beeindruckende Bewerbung ablehnen, da es keine freien Plätze mehr gibt. Sie stehen selbstverständlich auf der Warteliste für die nächsten Semester. Die Wartezeit beträgt aktuel.....

Lucy ließ den Brief sinken und schaute die Wand mit gegenüber an. Dass das Papier in Flammen aufging und nur noch Asche übrig blieb, bekam sie nicht mit. Stattdessen nahm sie ihren Kaffee, schnippte einmal mit den Fingern und trank einen großen Schluck. Eben mal schnell das Chili-Pulver in ihrem Kaffee durch Whiskey ersetzt.
Gut, dann würde sie eben nicht in Salem studieren. Dann könnte sie eben nicht ihren Schwarm sehen und hoffen, dass aus ihnen beiden was werden würde. Naja, er war nicht so wichtig wie Chelsea. Am wichtigsten war es doch, dass sie Schwestern ihre Versprechen hielten und gemeinsam studieren gingen. So, wie sie es seit geraumer Zeit planten.



Chelsea

Bereits auf den ersten Blick bemerkte Chelsea, dass Lucys Brief dünner war als ihrer und als sie sah, von welcher Uni er war, wurde das ungute Gefühl in ihrem Inneren noch ein wenig stärker. Sie sah von dem Umschlag zu ihrer Schwester und merkte, dass auch ihr klar sein musste, was dies bedeutete: Dass sie nicht zusammen nach Salem gehen konnten und ihnen von ihren Wunschuniversitäten nun nur noch New York blieb. Doch trotz der Offensichtlichkeit öffnete sie ihren Brief zeitgleich mit Lucy und zog das oberste Blatt heraus. Alle anderen Unterlagen ließ sie darin. Sie würde sie ohnehin nicht brauchen. Da sie sich denken konnte, dass sie eine Zusage hatte, überflog sie die Zeilen nur und behielt recht. Etwas anderes wäre wohl auch seltsam gewesen.
Aus dem Augenwinkel heraus sah sie, wie Lucys Brief in Flammen aufging und sofort wandte sie sich zu ihr und legte ihr eine Hand auf die Schulter, um sie zu beruhigen.
"Lu... Es tut mir leid..."
Sie wusste, wie wichtig es ihr war, nach Salem zu gehen, da sie während ihres dortigen Besuchs jemanden kennengelernt hatte, den sie ziemlich interessant fand. Dass nun nichts daraus wurde, dass sie ihn noch näher kennenlernen konnte - Chelsea konnte sich vorstellen, dass sie das enttäuschte.
"Aber wir haben immer noch die Chance auf New York."
Mit diesen Worten nahm sie ihre Hand von ihrer Schulter und durchsuchte ihren Stapel an Briefen nach genau diesem. Alle anderen waren in diesem Moment erst einmal egal. Als einen der untersten fand sie ihn und nahm ihn in die Hand. Genau wie bei dem aus New Orleans konnte sie allerdings anhand der Dicke nicht unbedingt abschätzen, ob es sich um eine Zu- oder Absage handelte. Einen kurzen Moment lang zögerte sie, bevor sie sich an Lucy wandte.
"Möchtest du ihn für mich aufmachen?"
Sie wollte sie ein wenig von ihrer Absage aus Salem ablenken und hoffte, dass dies zumindest kurz helfen würde. Also hielt sie ihr den Brief entgegen, während sie mit der freien Hand nach ihrem Kaffee griff und einen Schluck trank.



Lucy

Als Chelsea meinte, es würde ihr Leid tun, zuckte Lucy nur teilnahmslos mit den Schultern, wodurch die Hand ihrer Schwester von dieser rutschte. Sie war sauer, doch ihre Schwester konnte nichts dafür. Daher verdrängte sie auch direkt den Gedanken, dass Chelsea wohl möglich den letzten freien Platz bekommen hatte.
Und anstatt ihr den Umschlag abzunehmen, den sie ihr hinhielt, nahm sie den nächsten von ihrem Stapel und öffnete ihn. Ohne groß auf die Texte, die in den Briefen standen, zu achten, öffnete sie einfach alle, ohne auf Chelsea zu warten. Sie wollte das hier schnell hinter sich bringen und sich dann anderem widmen, da ihre Laune eh schon fast am Gefrierpunkt angelangt war. Die anderen waren eh alles nur Zusagen.
Als sie alle durch ließ sie alle in Flammen aufgehen und nahm den Umschlag aus New York, der als Einziger verschont blieb. Dann trank sie noch einen großen Schluck Kaffee und spürte den Alkohol schon leicht, doch was hatte sie anderes erwartet... Ohne groß etwas zu sagen, nahm sie sich noch einen Stift und begann, das Bestätigsungsformular aufzufüllen und sich die Kurse anzuschauen.
Da sie und Chelsea sich eh meistens ohne Worte verstanden, würde sie sicherlich gleich dasselbe tun. Immerhin hatten sie ausgemacht, zusammen auf eine Uni zu gehen. Und da Salem für Lucy gestorben war, blieb nur New York, wo sie auch hin wollten. Naja, die Columbia war eine der besten Unis des Landes, also sollten sie sich wohl geehrt fühlen, es dorthin geschafft zu haben. Oder? Und so wichtig war der Typ auch nicht... Familie und ihre Schwester waren wichtiger. Zwar war New York am anderen Ende des Landes, wodurch sie ihre Eltern nicht mehr so oft sehen könnten, aber das war ja egal. Irgendwann mussten sie ja mal das Nest verlassen...
Sie blickte die Liste mit den Wahlkursen an und tippte sich mit dem Stift an die Lippe. Es gab so viele und sie hatte nicht mal wirklich eine Idee, was sie erwarten würde. Dass sie sich auf Kardiologie spezialisieren wollte, war klar. Aber ansonsten könnte sie ja noch in anderen Gebieten schnuppern gehen...



Chelsea

Chelsea zog ihre Hand wieder zurück, als sie merkte, dass Lucy nicht darauf einging, den Brief für sie zu öffnen. Sie wusste so gut, wie sehr sie sich gewünscht hatte, nach Salem gehen zu können und dass dieser Traum nun zerstört war musste furchtbar schmerzen. Sie selbst kannte das gut, wenn man sich Hoffnung auf etwas machte und diese am Ende doch in nur einem kleinen Moment einfach zerstört wurde. Mehrere Male hatte sie damals im Waisenhaus die Chance auf eine Pflegefamilie und doch wurde jedes Mal ein anderes Kind gewählt. Am Ende hatte dies alles etwas Gutes, denn andernfalls wäre sie wohl nie zu Lucy und ihrer Familie gekommen, auch wenn sie das damals natürlich nicht wusste. Doch somit hoffte sie, dass es auch dieses Mal einen Grund hatte, warum es so gekommen war und sich am Ende doch noch alles zum Guten wandte.
Schweigend öffnete sie ihren Brief aus New York, in dessen Inneren sich die Zusage, ein Formular zur Bestätigung und die Liste der Kurse befand. Alle anderen Umschläge ließ sie unangetastet, da diese durch die doppelte Zusage der Columbia ohnehin nicht mehr von Belang waren. Aus dem Augenwinkel sah sie, wie Lucys Umschläge in Flammen aufgingen und sie biss sich auf die Unterlippe. Sie wollte nicht, dass es ihrer Schwester schlecht ging, doch im Moment fiel ihr auch nichts ein, wie sie sie ablenken könnte. Aus diesem Grund schnappte sie sich ebenfalls einen Stift, um ihr Formular auszufüllen und danach könnten sie immer noch schauen, was sie tun konnten, um auf andere Gedanken zu kommen.
Chelsea setzte den Stift an, wollte gerade anfangen zu schreiben, als ein seltsames Gefühl in ihrem Inneren sie daran hinderte. Sie hatte keine Ahnung, was es war oder woher es so plötzlich kam. Sie wollte sich aber davon auch nicht abhalten lassen, ihre Unterlagen fertig zu machen und entschied sich daher dazu, sich erst einmal die Liste mit den Kursen anzusehen. Worauf sie sich genau spezialisieren wollte, wusste sie noch nicht genau. Am liebsten wollte sie immer an vorderster Front dabei sein und den Leuten helfen, wenn es am dringendsten war, weshalb sich die Chirurgie - besonders die Unfallchirurgie - wohl am besten für sie eignete. Eine ruhige Hand hatte sie immerhin und sie konnte auch in stressigen Momenten die Nerven behalten, während alle anderen um sie herum total gestresst waren.
Erneut machte sich jedoch das seltsame Gefühl in ihr breit, als sie ihr Kreuz für ihre Hauptrichtung auf dem Zettel machen wollte und sie hielt inne. Egal, wie sehr sie es auch versuchte, sich mit dem Stift dem Papier weiter zu nähern, es ging einfach nicht. Chelsea hatte keine Ahnung, was los war, vor allem da sie spürte, wie sie alles in ihr dazu drängen wollte, die Zettel der Columbia zur Seite zu legen und stattdessen ein ganz anderes Formular auszufüllen. Ihr Blick glitt zu dem Umschlag der Uni in Salem City und bevor sie auch nur etwas dagegen tun konnte, griff sie danach und legte die anderen Unterlagen neben sich aufs Sofa.



Lucy

Lucy hob den Blick, als Chelsea den Umschlag wechselte. Was tat sie da? Sie legte den Umschlag aus New York weg und nahm dafür den aus Salem. Verwirrt blickte sie ihre Schwester an und sah zu, begann, alles auszufüllen. Hatten sie nicht etwas anderes ausgemacht? Hatte Chelsea nicht mitbekommen, dass sie von Salem abgelehnt worden war?
Sie ließ ihren Stift und ihre Unterlagen sinken und beobachtete Chelsea weiter. Hatte sie vor, doch alleine irgendwohin zu gehen? Wenn ja würde Lucy das nicht verkraften.
"Was tust du da?", fragte sie daher leise, verunsichert und irgendwie vor Wut kochend.
Sie senkte den Blick und spürte Tränen aufkommen. Würde Chelsea tatsächlich das Versprechen brechen? War sie ihr egal? War ihr ihre gemeinsame Zukunft egal?
Ohne weiter etwas zu sagen, füllte Lucy weiter ihre Unterlagen aus und trank ihren Kaffee. Der Alkohol tat ihr gut. Feuerte zwar ihr Temperament an, aber das war egal. Sie wusste, dass sie so oder so ausflippen würde, wenn Chelsea tatsächlich entschieden hatte, nach Salem anstatt nach New York zu gehen. Sie wollte zwar nicht, dass es zu einem Streit zwischen ihnen kam, aber sie wusste, dass sie sich wahrscheinlich nicht oder kaum zurückhalten konnte.
"Du entscheidest also, nicht mit nach New York zu gehen?", fragte Lucy und blickte Chelsea starr an. Sie wusste wirklich nicht, wie sich gerade fühlen sollte. Vor allem verraten und hintergangen.



Chelsea

Obwohl sie nicht aufsah und stattdessen ihr Formular für Salem ausfüllte, spürte sie regelrecht Lucys verwirrten Blick auf sich. Am liebsten hätte sie zu ihr gesehen, die Unterlagen weggelegt und stattdessen wieder die von New York in die Hand genommen. Sie wollte es wirklich und ein großer Teil von ihr lehnte sich in ihrem Inneren gegen das auf, was sie da gerade tat. Chelsea wusste, dass sie damit ihr Versprechen brach, ein Versprechen, dass ihnen beiden so unglaublich wichtig war. Normalerweise hielt sie sich an das, was sie versprach. Sie war da zuverlässig und enttäuschte in der Regel niemanden, einfach weil sie der Meinung war, dass man das auch tun sollte, was man versprach. Doch nun tat sie genau das Gegenteil. Es war, als wäre sie nicht mehr Herr über ihren eigenen Körper, als würde sie von außen dabei zusehen, wie jemand Fremdes diesen steuerte und etwas tat, das alles zerstören könnte, was ihr wichtig war. Bei diesem Gedanken, dem Gedanken, sie könnte Lucy damit verlieren, krampfte sich ihr Herz schmerzhaft zusammen und sie lehnte sich ein weiteres Mal gegen diese gefühlt fremde Kontrolle auf. Aber es brachte nichts. Egal, wie sehr sie auch kämpfte, es änderte nichts daran, dass der Stift weiter über das Blatt huschte und alles ausfüllte, was wichtig war. Verzweifelt sah sie dabei zu, wie das erste Formular fertig ausgefüllt beiseite gelegt wurde und sie sich nun der Liste mit den Kursen widmete. Lucy's Frage, was sie da eigentlich tat, ignorierte sie und kreuzte stattdessen, die alle Kurse an, die sie belegen wollte. Tränen brannten ihr in den Augen, ohne dass es diese schafften, sich daraus zu lösen und ihr über die Wangen zu laufen.
Erst als alles fertig ausgefüllt war und Lucy sie noch ein weiteres Mal ansprach, löste sie endlich wieder ihren Blick von den Unterlagen und sah stattdessen zu ihrer Schwester. Sie bemerkte direkt, dass sie geschockt und teilweise bereits wütend war, doch sie konnte nichts dagegen tun.
“Ich glaube, New York ist einfach nichts für mich. Und auch wenn sich unsere Wege dann trennen, werde ich nach Salem gehen…”
Es hörte sich so falsch in ihren Ohren an und am liebsten hätte sie diese Worte wieder zurückgenommen, Lucy gesagt, dass sie mit ihr nach New York gehen würde und darauf gehofft, dass sie nicht schon alleine durch das ausgefüllte Formular alles kaputt gemacht hatte. Aber sie konnte es nicht - ganz egal, wie sehr sie es auch wollte.



Lucy

Lucy traute ihren Ohren nicht. Hatte Chelsea das gerade tatsächlich gesagt? Hatte sie tatsächlich gesagt, dass sie nach Salem gehen würde? Brach sie wirklich das Versprechen, dass sie sich mit zehn gegeben hatten?!
Sie spürte Hitze in sich aufkommen, sprang auf und entfernte sich vom Sofa, von ihrer Schwester. Die Hitze hieß nichts Gutes... Während sie sich von Chels entfernte, ballte sie die Hände zu Fäusten und spürte, wie die Hitze zunahm. Erst an ihren Händen, dann an ihren Armen und schließlich am ganzen Körper. Sie stand in Flammen. Natürlich stand sie in Flammen. Bei einer solchen Wut, wie sie sie gerade verspürte, ging das nicht anders.
Aber da war nicht nur Wut. Da war auch ein gebrochenes Herz und eine verratene Seele. Ihre kleine Schwester hatte sie hintergangen und verraten. Hatte ihr Versprechen, ihren Schwur gebrochen...
Lu wünschte, sie könnte sagen, dass in ihrem Kopf Zahnräder ratterten, die versuchten, zu erklären, wieso Chels diese Entscheidung getroffen hatte. Wieso sie ihr das Herz brach. Doch da waren keine Zahnräder. Da war nur eine unfassbare Wut und ein riesiger Schmerz, der ihr Temperament hervor beschwor.
Während sie etwas Nasses auf ihren Wangen spürte, wirbelte sie zu ihrer Schwester herum. Ihre Brust hob und senkte sich unregelmäßig und ihr Kopf konnte keinen klaren Gedanken mehr fassen. Wieso tat sie ihr das an? Wieso nur? Lucy wollte den Mund öffnen, etwas sagen, schreien, irgendwas, doch kein Ton kam heraus. Dafür entspannten sich aber ihre Hände, lösten sich aus den Fäusten. Ihre Arme reagierten von selbst, indem sie sich vor ihrer Brust kreuzten. Ihre typische Schutzhaltung. Und hier musste sie sich wirklich schützen. Auch wenn es eigentlich schon zu spät war... Chelsea hatte sie immerhin schon verletzt...
Lu blickte die Brünette an. Ihre wütenden Züge entspannten sich etwas und eine kalte. undurchdringliche Maske legte sich stattdessen über ihr Gesicht. Und ihr Kopf fasste einen einzigen Gedanken, den sie allerdings nicht direkt aussprach, falls Chelsea sich noch erklären wollte: °Du bist nicht meine Schwester!°



Chelsea

Chelsea schaute ihrer Schwester nach, als diese aufstand und auf Abstand ging. Dabei bemerkte sie, wie sie immer mehr die Beherrschung zu verlieren schien und neue Tränen brannten in ihren Augen, aber auch dieses Mal schafften sie es nicht, sich daraus zu lösen. Sie wollte das nicht. Lucy so sauer zu machen, dass sie ihr gegenüber so reagierte, war das Letzte, was sie wollte. Sie legte die fertig ausgefüllten Unterlagen auf den Tisch und fühlte sich dabei noch immer wie ferngesteuert. Wie eine Marionette in einem wirklich miesen Puppentheater und egal wie sehr sie auch an den Fäden zog und zerrte, die sie lenkten, es änderte nichts.
Plötzlich bemerkte sie das Feuer an ihren Händen und ihren Armen und sie musste schlucken. Obwohl Lucy die Letzte war, bei der sie auf den Gedanken kommen könnte, einmal Angst vor ihr zu haben, kroch ihr doch genau dieses Gefühl gerade in die Knochen. Sie wusste einfach wie impulsiv sie sein konnte. So oft hatte sie, als sie noch Kinder waren, gesehen, wie sie die Beherrschung verlor, als andere aus ihrer Schule sie ärgerten. Nie hatte hatte sie in diesen Augenblicken Angst vor ihr, weil sie ganz genau wusste, dass ihre Schwester ihr nie etwas tun wurde, ganz egal wie sauer sie auch war. Jetzt war sie sich da nicht so sicher und zu ihrer Angst gesellten sich auch Schuldgefühle. Nicht nur, weil sie selbst diejenige war, die die andere in diese Situation gebracht hatte, sondern auch weil sie so von ihr dachte, dass sie dachte, sie könnte ihr nun doch etwas tun. Es schnürte ihr das Herz zusammen, sie so zu sehen und sie wollte am liebsten aufstehen und zu ihr gehen. Doch stattdessen griff sie nach ihrem Kaffeebecher und trank einen Schluck daraus. Dies gab ihr die Möglichkeit ihren Blick abzuwenden, als Lucy doch wieder etwas ruhiger wurde, aber ihre Schutzhaltung einnahm. Diese Geste schmerzte nur noch mehr, weil sie so mit ganz genau wusste, dass sie ihre Schwester zutiefst verletzt hatte. Andernfalls würde sie nicht so reagieren.
Nachdem ihr Becher leer war, sah sie wieder zu ihr. Sie fühlte sich elend, aber in ihrem Gesicht war nichts von ihrer inneren Unruhe zu sehen. Es war eine genauso kalte Maske, wie die Lucy aufgesetzt hatte. Bei ihr kannte sie dies, aber für sie selbst war es absolut ungewöhnlich und tief in ihrem Inneren hoffte Chelsea, dass es Lu bemerkte, denn sie hatte das Gefühl, dass sie gleich alles noch viel schlimmer machen würde.
“Da wir unsere Formulare nun fertig haben, geh ich wieder auf mein Zimmer. Immerhin ist noch einiges vorzubereiten.”
Mit diesen Worten drückte sie sich vom Sofa nach oben, schnappte sich ihre Unterlagen der Salem-Uni und stellte ihren Becher auf den Tisch. Anschließend drehte sie Lucy den Rücken zu, um nach oben zu gehen.
Chelsea weinte tief in ihrem Inneren und flehte förmlich, dass - was auch immer sie so reden und handeln ließ - damit aufhörte, da gerade ihre ganze Welt in tausend Teile zu zerspringen drohte.


@Lucy Walker


zuletzt bearbeitet 03.06.2018 15:30 | nach oben springen

#2

RE: Der Streit, der unsere heile Welt zerbrach || Lucy & Chelsea

in • Vergangenheit 03.06.2018 20:00
von Lucy Walker | 62 Beiträge
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Wesen » Hexe/Hexer
Eisenkraut? Ein Kraut wie jedes andere?
Ernährung » Menschliche Nahrung
Playstatus HP with my Love; NP with my Sister; NP with my Love; NP with my Bestie

Lucy sah Chelsea nach, als diese ihr den Rücken zuwandte und Richtung Treppe ging. Sie war verletzt. Sie war stinksauer. Sie fühlte sich betrogen und belogen. Sie erkannte ihre Schwester absolut nicht wieder... Was war nur in sie gefahren? Sie schien fast so, als wäre Lucy ihr egal. Als wäre sie plötzlich völlig gefühlskalt... Durch einen Tränenschleier sah sie, wie ihre kleine Schwester sich entfernte. Wie ihre beste Freundin, ihre Seelenverwandte, sie verließ, zurückließ. Sie hörte praktisch, wie ihr Herz brach...
"Dann geh!", schrie sie, ehe sie die Worte aufhalten konnte, "geh! Meine Schwester, meine beste Freundin würde mich nie so hintergehen! Aber wie es aussieht habe ich beides nie gehabt! Also erwarte nicht, dass ich dir je wieder verzeihe! Oder dich als meine Schwester ansehe!" Damit wandte sie sich ebenfalls ab und verließ das Wohnzimmer. Ihr Herz würde nur noch mehr brechen, wenn sie ihre Schwester weiter ansehen müsste. Daher verließ sie lieber das Haus. Ging nach draußen und runter zum See. Dort könnte sie Stöcke ins Wasser werfen und während sie flogen in Brand stecken. Das half hoffentlich, ihr Temperament unter Kontrolle zu kriegen, ihre Magie. Denn ansonsten würde das Haus gleich in Flammen aufgehen. Egal ob Chelsea darin war oder nicht. Doch sie wollte ihr nicht weh tun. Auch wenn sie ihr das Herz gebrochen hatte. Lu würde es wohl lange nicht mehr aussprechen, aber Chelsea blieb für immer ihre Schwester, die sie vor allem beschützen wollte. Vor allem vor sich selbst und ihrem Temperament... Doch für den Moment war ihr Herz gebrochen und sie würde eine ganze Weile nicht mehr mit ihrer Schwester reden. Sie war wütend, enttäuscht und verletzt...

@Chelsea Shadowhawk




Chelsea Shadowhawk findet das traurig...
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#3

RE: Der Streit, der unsere heile Welt zerbrach || Lucy & Chelsea

in • Vergangenheit 04.06.2018 19:41
von Chelsea Shadowhawk | 155 Beiträge
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Wesen » Hexe/Hexer
Eisenkraut? Nein
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Playstatus HP: Etiam || NP: Lucy - Flashback, Noel - Gegenwart

Ohne darauf zu warten, ob Lucy ihr noch etwas sagen würde, lief Chelsea einfach weiter. Dem, was auch immer sie lenkte, war es auch ziemlich egal, ob da noch etwas kam - ganz im Gegensatz zu ihr. Neben dieser Fremdkontrolle machte sich in ihr noch ein weiteres unglaublich ungutes Gefühl breit. Es war wie, wenn man in den Himmel sah, über den dunkle Wolken zogen und man einfach wusste, dass ein Sturm aufzog, der gleich losbrechen würde und man es nicht mehr schaffte, sich noch rechtzeitig in Sicherheit zu bringen. Und genau diese Gewissheit, nichts an der Katastrophe ändern zu können, die auf sie wartete, raubte ihr beinahe die Luft zum Atmen. Als sie an der Treppe ankam und gerade den Fuß auf die erste Stufe gestellt hatte, hörte sie, wie Lucy doch noch einmal die Stille durchbrach, die sich zwischen ihnen genauso unheilvoll ausgebreitet hatte - die Ruhe vor dem Sturm. Eigentlich wollte sie einfach weiterlaufen,ignorieren, dass ihrer Schwester noch etwas auf dem Herzen lag. Dem Herzen, dass sie ihr soeben mit ein paar Worten gebrochen hatte. Der Schock, den Chelsea erlitt, als sie die Worte ihrer Schwester hörte, saß jedoch so tief, dass sie in der Bewegung inne hielt.
Also erwarte nicht, dass ich dir je wieder verzeihe! Oder dich als meine Schwester ansehe!
Da war sie. Die Katastrophe, die sie nicht aufhalten konnte. Und sie saß… ihre größte Angst war mit einem Mal wahr geworden, ihr größter Alptraum wurde Realität: dass sie genau wie damals wieder alleine war. Immer mehr Tränen stiegen ihr in die Augen, schafften es aber noch immer nicht, sich daraus zu lösen und das obwohl sie ganz genau spürte, wie ihr Herz gerade in tausend Scherben zerbrochen war.
Unbeirrt davon setzte sie sich nach einigen Momenten, nachdem Lucy das Haus verlassen und die Tür mit einem lauten Knall hinter sich zugeschlagen hatte, wieder in Bewegung. Langsam stieg sie die Treppe hinauf und schlich sich in ihr Zimmer. Dort angekommen schloss sie die Tür hinter sich und Chelsea spürte, wie ihr eine riesengroße Last von den Schultern fiel und sie wieder etwas freier atmen konnte. Das äußerst unangenehme Gefühl, das sie beim Ausfüllen der Unterlagen befallen und nicht wieder losgelassen hatte, war mit einem Mal weg. Als hätte dieses Etwas genug davon, sie zu lenken. Doch im Grunde war dies bereits egal. Ihr Leben war nur noch der reinste Scherbenhaufen und als sie an die Situation eben und an Lucys letzte Worte zurückdachte, gaben ihre Beine unter ihrem Körper nach, unfähig ihr Gewicht weiter zu halten. Mit dem Rücken an der Tür rutschte sie zu Boden und schlang die Arme um ihre Beine, um anschließend ihr Gesicht dahinter zu verstecken. Ein Schluchzen kam leise über ihre Lippen und nun schaffte sie es endlich ihren Tränen freien Lauf zu lassen.
Am liebsten wäre Chelsea ihrer Schwester nachgelaufen, hätte ihr gerne erklärt, was passiert war. Doch was genau war eigentlich passiert?! Sie verstand es selbst nicht einmal. Wie sollte sie es da Lucy erklären? Und außerdem: Was war, wenn diese Macht wieder Besitz von ihr ergriff und alles noch viel schlimmer machte? Das könnte sie nicht ertragen. Sie wollte Lucy nicht noch mehr verletzen. Der Gedanke daran schmerzte zutiefst und Chelsea wusste: Sie hatte in diesem Moment alles verloren, was ihr wichtig war...

Ende...

@Lucy Walker


Lucy Walker findet das traurig...
zuletzt bearbeitet 04.06.2018 20:07 | nach oben springen


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