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• Vergangenheit » Nothing can tear us apart forever || Chelsea & Lucy


“Willkommen bei uns! Das »Habits Of The Dark« ist ein Crossover Forum, welches sich aus den Serien Vampire Diaries, Teen Wolf und Supernatural zusammensetzt. Die Basis für dieses RPG-Forum bildet die Serie Vampire Diaries, weswegen sich alle anderen Wesen an dieses Universum anpassen. Wir spielen nach dem Prinzip der Ortstrennung und haben die Altersbeschränkung FSK18. Geschrieben wird bei uns im Romanstil. » Wir starten ein Jahr nach dem Ende von Staffel 8 in VD«, was bedeutet, dass Vieles unserer eigenen Feder entstammt. Bei uns sind nicht nur Seriencharaktere aus VD, TW und SPN erwünscht und sehr gerne gesehen, sondern auch jegliche Freecharaktere. Bitte beachtet jedoch, dass Charaktere, welche der Serie zu Grunde liegen, auch getreu gespielt werden sollen! Charaktere, die in der Serie bereits gestorben sind, können mit einer guten Story wieder unter die Lebenden geholt werden. Zusätzlich dürfen TO-Charaktere nur unter bestimmten Voraussetzungen bei uns gespielt werden. Zum einen befinden diese sich - storymäßig - bei dem Ende von Staffel 3. Danach sind weitere 3 Jahre vergangen bis sie langsam in Mystic Falls eingetrudelt sind, welche natürlich vom entsprechenden Charakter gefüllt werden müssen. Außerdem braucht jeder TO-Charakter einen triftigen Grund für sein Erscheinen in MF, da es sich hierbei um ein TVD basiertes Forum handelt.
"Ein Jahr ist vergangen seit das Schicksal einmal wieder unsere geliebte Stadt • Mystic Falls • heimgesucht hatte. Eine tiefe Finsternis hatte sich über unser aller Leben nieder gelassen, nichts Ungewöhnliches, doch dieses Mal forderte diese weitaus mehr Leben und wir zahlten einen hohen Preis, um heute hier zu stehen. »Im Augenblick ist es ruhig, ist das nur die Ruhe vor dem Sturm? Oder schleicht sich bereits in diesen Moment etwas unter die Bewohner um sie an Tag X eiskalt zu überraschen?« Zusätzlich wurde ein neues Rudel in den dichten Wäldern gesichtet, welches sogar eine Banshee im Schlepptau hatte. Und was zum Teufel verschlägt die berühmten Winchesterbrüder in unsere Stadt? Finde es selbst heraus und werde ein Teil dieser Geschichte!

Tyler LockwoodTyler Lockwood
Caroline SalvatoreCaroline Salvatore
Malachai ParkerMalachai Parker
RachmielRachmiel

Die fünf Kasperköppe; Tyler, Caroline, Malachai & Ray kümmern sich darum, dass hier alles mit rechten Dingen vor sich geht. Zumindest meistens. Wenn du irgendein Anliegen hast, wende dich bitte an sie.

“Es ist nicht wichtig, wohin du im Leben gehst... was du machst... oder was du hast... Es kommt darauf an, wen du an deiner Seite hast. ➔





#1

Nothing can tear us apart forever || Chelsea & Lucy

in • Vergangenheit 04.06.2018 20:03
von Chelsea Shadowhawk | 155 Beiträge
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Eisenkraut? Nein
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Ein wenig unschlüssig stand Chelsea vor dem Zimmer ihrer Schwester. In ihren Händen hielt sie eine Dose mit selbst gebackenen Keksen und zwei Becher mit Kaffee. Es war nichts ungewöhnliches, dass sie Lucy etwas zu Essen oder zu Trinken brachte. Vor allem nicht, wenn sie bis kurz davor noch in der Küche gestanden und gebacken hatte. Sie wusste einfach, wie sehr sie ihre Kekse liebte. Heute war es allerdings etwas anderes. Dieses Mal hatte sie aus einem ganz bestimmten Grund gebacken. Sowohl um sich von dem abzulenken, was sie vorhatte, als auch um dafür für eine angenehmere Ausgangssituation zu sorgen. Zudem wollte sie einfach ein wenig Zeit schinden. Sie wusste, wie wichtig die Aussprache zwischen ihr und Lucy war und wollte sich darauf vorbereiten.
Bereits vor einer Woche hatte sie das Angebot ihrer Schwester, bei ihr einzuziehen, in die Tat umgesetzt, hatte ihre wenigen Sachen aus dem Zimmer im Wohnheim auf dem Campus zusammengesucht und war in das freie Zimmer hier im Haus gezogen. Bisher hatten sie allerdings noch keine Zeit gefunden, über das zu reden, was damals passiert war und auch wenn Chelsea ihren Streit endlich abhaken und hinter sich lassen wollte, war sie sich nicht sicher, ob sie wirklich bereit dazu war, darüber zu reden. Alleine bei der Erinnerung an den Tag kroch ihr die Angst in die Knochen und sie hatte das Gefühl sich keinen Millimeter mehr bewegen zu können. Sie hatte Angst davor, dass wieder dasselbe geschah, wieder diese dunkle Macht von ihr Besitz ergriff und sie etwas tun und sagen ließ, dass sie wieder entzweite. Dabei war sie so unglaublich froh darüber, dass ihr Umgang mit Lucy beinahe wieder genauso wie vor diesem Streit war. Nur ihre Aussprache stand noch zwischen ihnen und sie wollte es einfach nicht kaputt machen.
Mit einem tiefen Atemzug schloss Chelsea die Augen und versuchte sich zu beruhigen. Wenn sie sich schon jetzt so fertig machte, würde das nie etwas werden. Vor allem weil ihr solche Gespräche einfach nicht lagen. Harmonie war ihr unglaublich wichtig und alleine die Möglichkeit, dass dieses Gespräch schief ging - so gering sie auch sein mochte - machte sie einfach fertig. Dennoch riss sie sich zusammen und als sie die Augen wieder öffnete, klopfte sie kurz an die Tür, um sich bemerkbar zu machen, bevor sie einfach eintrat.
“Hey, Lu. Hast du kurz Zeit?”

@Lucy Walker


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#2

RE: Nothing can tear us apart forever || Chelsea & Lucy

in • Vergangenheit 04.06.2018 20:27
von Lucy Walker | 62 Beiträge
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Lucy war am Lernen. Sie lernte wie immer für die nächste Woche vor, sodass es kein Problem wäre, wenn sie nicht zur Lesung ging. Denn so, wie es aktuell mit Jace lief, war sie einfach nur überglücklich und wollte lieber Zeit mit ihm verbringen als in der Uni. Außerdem verpasste sie nicht wirklich etwas. Die meisten Dinge, die sie erfuhren, kannte sie schon. Wieso also Zeit verschwenden?
Als es klopfte, hob sie den Kopf und lächelte ihre kleine Schwester warm an, als diese hereinkam. Schon vor einigen Minuten hatte Lucy den unverkennbaren Duft von frischen Keksen wahrgenommen, war aber zu versunken ins Lernen gewesen, als dass sie hätte runtergehen können, um was vom Teig zu klauen, wie sie es früher gerne und oft getan hatte. Aber jetzt stand Chelsea mit frischen Keksen und Kaffee in der Tür.
"Hey. Was gibt´s? Brennt die Küche?", fragte sie grinsend und legte ihre Unterlagen weg, "klar, für dich hab ich immer Zeit. Setz dich doch!" Damit deutete sie sich gegenüber aufs Bett und setzte sich im Schneidersitz hin, damit sie Platz hatte. Sie war wirklich happy darüber, dass ihre kleine Schwester wieder bei ihr wohnte. Dass sie auf dem Weg zur Versöhnung waren. Sie hatte einige, unschöne Dinge gesagt, die sie am liebsten zurücknehmen würde, doch das ging nicht. Wahrscheinlich waren ihre Worte ihnen beiden ins Gehirn gebrannt, so sehr hatte sie Chels verletzt und so sehr bereute sie sie. Doch geschehen war geschehen. Man konnte nur auf Vergeben&Vergessen hoffen...

@Chelsea Shadowhawk




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#3

RE: Nothing can tear us apart forever || Chelsea & Lucy

in • Vergangenheit 05.06.2018 20:48
von Chelsea Shadowhawk | 155 Beiträge
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Chelseas erwiderte das Lächeln, das sich auf Lucys Gesicht zeigte, und war direkt ein wenig erleichterter, als noch ein paar Sekunden zuvor. Die Angst war noch nicht ganz verschwunden und das würde sie wohl auch erst, wenn sie dieses Gespräch hinter sich hatte, aber alleine durch diese Geste war sie ein wenig zuversichtlicher und fasste neuen Mute. Langsam lief sie näher zu ihrer Schwester und stellte den Becher, der für sie war und in dem der Kaffee mit Chilipulver versetzt war, auf den kleinen Nachtschrank neben dem Bett. Dabei fiel ihr Blick auf die Unterlagen, die vor Lucy ausgebreitet lagen und in die sie bis eben wohl geschaut hatte. Automatisch biss sie sich auf die Unterlippe und war ein wenig unsicherer.
“Ich hoffe, ich störe dich nicht beim Lernen.”
Eine kleine Stimme in ihrem Inneren sagte ihr, dass Lucy das Lernen vermutlich egal war, wenn sie wusste, weshalb sie zu ihr gekommen war, aber sie konnte den Gedanken, sie dabei zu stören, dennoch nicht ganz abschütteln. Aus diesem Grund zögerte sie auch einen Moment, ehe sie der Aufforderung nachkam und sich zu ihr aufs Bett setzte. Die Dose mit den Keksen stellte sie dabei zwischen sich auf die Decke, damit sie beide dran kamen. Anschließend klammerte sie sich etwas unschlüssig an ihren Becher, während sie erneut versuchte, zu lächeln, als Lucy sie angrinste. Durch ihre Nervosität war das nur leichter gesagt, als getan.
“Nein, die Küche steht noch. Oder hast du schon einmal erlebt, dass mir etwas angebrannt ist?”
Es war zwar eine Ewigkeit her, dass dies geschehen war und passierte in der Anfangszeit, als sie ihre Liebe zum Backen entdeckte, aber dieses Ereignis war ihr eine Lehre, da es ausgerechnet den Kuchen erwischt hatte, mit dem sie Lucy zum Geburtstag überraschen wollte.
Bei der Erinnerung daran schlich sich ein kleines Lächeln auf ihre Lippen, bevor sie wieder ernst wurde und ihrer Schwester kurz in die Augen blickte. Jedoch konnte sie den Blick nicht lange aufrecht erhalten und sah stattdessen auf die Dose mit den Keksen. Nervös kaute sie auf ihrer Unterlippe herum und überlegte, wie sie anfangen sollte.
“Ich wollte gerne mit dir reden… Über unseren Streit damals. Ich will, dass das endlich aus der Welt ist und nicht mehr zwischen uns steht.”
So schön die Zeit mit ihrer Schwester in der letzten Zeit auch war und so sehr sie sich auch freute, wieder mit ihr zusammen zu wohnen, so belastete sie die fehlende Aussprache doch sehr, da sie immer Angst hatte, vielleicht etwas falsches zu sagen, was die Stimmung kippen lassen könnte.

@Lucy Walker


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#4

RE: Nothing can tear us apart forever || Chelsea & Lucy

in • Vergangenheit 06.06.2018 16:14
von Lucy Walker | 62 Beiträge
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Neugierig warf Lucy einen Blick zum Becher und schnupperte dann daran. Roch nach Kaffee und Chili. Eine ihrer Lieblingskombinationen, die sie trank, seit sie mit Kaffee angefangen hatte. Und das wusste ihre Schwester. Ein Lächeln schlich sich auf ihre Lippen. Es hätte sie traurig gestimmt, wenn Chelsea es vergessen hätte. Doch das wäre nicht ihre Schwester gewesen. Die behielt sich solche Kleinigkeiten. Als sie das Stören ansprach, verdrehte Lu nur die Augen. Man konnte sie immer beim Lernen stören. Das war schon immer so gewesen. Egal, für was sie lernte.
"Nein, du störst nie," erwiderte sie daher lächelnd und grinste bei dem Gedanken an die angebrannte Küche, "gut, die war nämlich nicht billig. Und ja, das habe ich. Vor Jahren. Ich erinnere dich nur allzu gerne daran, dass ich dir helfen musste, damit Mom und Dad nicht merken, dass was angebrannt war..." Sie zog Chels gerne damit auf. Das würde immer bleiben. Aber es war auch das einzige Mal gewesen, dass ihr etwas angebrannt war.
Als sie dann ihre nächsten Worte vernahm, wurde sie ernst und spürte einen Stich im Herzen. Sie bereute den Streit so sehr, vor allem aber, was sie gesagt hatte. Es war falsch gewesen. Doch sie war so in Rage gewesen, da waren ihr die Gefühle ihrer Schwester für einen Augenblick egal gewesen... Im Nachhinein hätte sie ihre Worte gerne ungesagt gemacht. Doch das ging nun mal nicht. Daher war die Aussprache wirklich wichtig. Sie wollte nicht, dass Chelsea vielleicht dachte, dass sie es ernst gemeint hatte.
"Es tut mir Leid, was ich gesagt habe. Du warst, bist und bleibst für immer meine kleine, süße Schwester, egal was kommt. Ich hätte dir auch nie etwas angetan, das weißt du hoffentlich, oder?", meinte sie leise, mit gequältem Blick und sah dann an die Decke. Das Thema fiel ihr nicht sonderlich leicht, doch Chels würde es sicherlich auch nicht allzu leicht fallen. Sie hatte bestimmt eine Erklärung für ihr Verhalten. Bei Lucy war es ihr Temperament gewesen. Etwas, das immer wieder passieren könnte. Daher hatte sie etwas Angst vor ihrer Antwort. Was, wenn sie ihr damals Angst gemacht hatte? Wenn sie befürchtet hatte, dass Lucy ihr weh tun würde? Körperlich? Das wollte Lucy einerseits wissen, andererseits aber auch nicht, da sie sich dann nur noch mehr Vorwürfe machen würde...

@Chelsea Shadowhawk




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#5

RE: Nothing can tear us apart forever || Chelsea & Lucy

in • Vergangenheit 07.06.2018 22:48
von Chelsea Shadowhawk | 155 Beiträge
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Chelsea war wirklich erleichtert, als sie hörte, dass sie nicht störte. Natürlich wusste sie, dass Lucy nie ein Problem damit hatte, wenn man sie einmal vom Lernen abhielt. Schließlich war es ohnehin der Stoff, den sie in der nächsten Woche erst haben würde und somit nichts, was nicht auch ein wenig warten konnte. Dennoch ging sie in diesem Moment lieber auf Nummer sicher. Schließlich war ihr Anliegen alles andere als einfach und wer wusste schon, ob sie danach noch den Kopf oder die Lust fürs Lernen hatte.
Ganz automatisch musste sie ebenfalls lächeln, als sie sah, wie ihre Schwester an dem Kaffee roch und merkte, was darin war. Eigentlich war es eine seltsame Ironie des Schicksals, dass Lucy diese Sorte Kaffee vermutlich auch am Tag ihres Streits getrunken hatte. Allerdings versuchte sie sich davon nicht beeinflussen zu lassen. Es würde schon kein schlechtes Omen sein, da sie ihr damit einfach nur eine Freude bereiten wollte.
“Das freut mich zu hören, dass ich nicht störe.”
Als sie anschließend bemerkte, dass sich Lucy noch genauso gut an den Tag erinnern konnte, an dem ihr der Kuchen angebrannt war, wusste sie nicht so ganz, ob sie lachen oder sie gespielt empört anschauen sollte, weil sie sie damit aufzog. Doch die Entscheidung wurde ihr abgenommen, als Lucy sich begann bei ihr zu entschuldigen. Chelsea biss sich auf die Unterlippe und klammerte sich an ihren Becher. Ihrer Meinung nach trug Lucy keine Schuld an dem Streit. Sie hatte ihn ausgelöst. Hätte sie damals nicht die Unterlagen für das Whitmore College ausgefüllt, wäre es nie soweit gekommen, auch wenn sie bis heute keine Erklärung hatte, was passiert war. Und obwohl sie das Gespräch gesucht hatte, weil sie das Ganze aus der Welt schaffen wollte, wusste sie gerade nicht, was sie sagen sollte. Lucy hoffte, dass sie damals keine Angst vor ihr hatte, aber kurzzeitig hatte sie genau das und sie wusste, wie sehr sie ihre Schwester erneut verletzen würde, wenn sie ihr dies sagen würde. Allerdings war Ehrlichkeit wichtig. Andernfalls hätte sie gar nicht hier her kommen brauchen, um darüber zu reden.
Aus diesem Grund kaute sie auf ihrer Unterlippe herum und überlegte, wie sie es am besten sagen konnte, ohne Lucy zu sehr wehzutun.
“Wenn ich ehrlich bin…”, begann sie und senkte den Blick, der die ganze Zeit über auf ihrer Schwester lag. Doch bei ihren folgenden Worten traute sie sich nicht, die weiter anzusehen.
“Ich hatte damals wirklich ein wenig Angst. Davor und auch seit wir uns wieder getroffen haben, wusste ich immer, dass du mir nichts tun würdest. Aber damals in diesem Moment... Ich habe dich so sehr verletzt und ich wusste einfach nicht, ob du nicht doch die Kontrolle verlierst…”
Tränen stiegen ihr in die Augen, als sie daran zurückdachte. Es hatte ihr so weh getan, Lucy so zu sehen und noch mehr, so von ihr zu denken und sie machte sich insgeheim Vorwürfe deswegen, weil sie hätte wissen müssen, dass sie ihr trotz allem nie etwas antun würde. Ihre Worte, dass sie sie noch immer als Schwester sah und dies auch immer tun würde, erleichterten sie, verstärkten aber auch die Schuldgefühle. Chelsea versuchte sich allerdings zusammenzureißen und die Tränen zurückzukämpfen, denn das Wichtigste musste sie noch sagen. Dafür blickte sie doch wieder auf, hielt ihren Becher aber noch mehr umklammert, sodass ihre Knöchel schon weiß waren.
“Ich freue mich, dass wir trotzdem noch Schwestern sind. Es tut mir so leid, Lu... Ich habe keine Ahnung, was damals los war. Ich weiß, dass ich sicher Probleme mit New York gehabt hätte, aber nachdem du von hier abgelehnt wurdest, hätte ich keine Sekunde gezögert und wäre mit dir an die Columbia gegangen. Als ich die Unterlagen für New York ausfüllen wollte, hat sich irgendwas in mir dagegen gesträubt. Und als ich dann die für hier genommen hab, fühlte es sich an, als wäre das nicht ich... Als würde mich jemand anders steuern und ich wäre nur zum zuschauen verdammt, denn egal, wie sehr ich auch dagegen angekämpft hab, es hat nichts daran geändert. Eher im Gegenteil. Es war, als würde die Kontrolle dadurch nur stärker werden…”
Chelsea wusste nicht, ob dies plausibel oder glaubwürdig klang. Sie presste die Lippen aufeinander und konnte ihre Tränen nun doch nicht mehr zurückhalten, die ihr über die Wangen liefen und auf ihr Oberteil tropften. Sie hoffte so sehr, dass Lucy ihr glaubte, denn sie wusste nicht, wie sie es anders erklären sollte. Wie auch, wenn sie nicht wusste, was genau los war?
“Ich weiß nicht, was das damals war, aber ich hoffe so sehr, dass du mir glaubst…”
Denn ihre Schwester vielleicht ein zweites mal zu verlieren, weil sie ihr vielleicht nicht glaubte, würde sie nicht verkraften.

@Lucy Walker


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#6

RE: Nothing can tear us apart forever || Chelsea & Lucy

in • Vergangenheit 10.06.2018 12:45
von Lucy Walker | 62 Beiträge
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Während Chelsea sprach und erklärte, knetete Lucy ihre Hände auf dem Schoss, da sie sich unwohl fühlte. Sie spürte ihr Temperament aufkommen, als Art Selbstschutz, doch unterdrückte es. Das hatte sie in den letzten Jahren geübt. Sie hatte gelernt, sich zu kontrollieren. Sie wollte nicht, dass sie je wieder so die Kontrolle verlor wie damals bei dem Streit. Sie wollte niemandem mehr Angst machen und niemanden verletzen. Schon gar nicht ihre kleine Schwester.
Es war schwer zu hören, dass sie ihr Angst gemacht hatte. Es brach ihr irgendwie wieder das Herz. Es war immer eine ihrer größten Ängste gewesen: Das sie mit ihrem Temperament ihrer Schwester Angst machen würde. Und jetzt war es tatsächlich eingetreten. Noch größer war natürlich die Angst, sie mit ihrer Magie zu verletzen, doch das war nicht vorgekommen und würde, hoffentlich, nie passieren.
Sie holte kurz tief Luft, um den Schmerz zu verdrängen, dass sie ihr damals Angst gemacht hatte, und nahm sie fest in den Arm. Tröstend wiegte sie sie hin und her und strich ihr über den Rücken, um sie zu beruhigen. "Schhhhhhhhhhhh, nicht weinen," wisperte sie ihr liebevoll zu und hielt sie einfach nur fest. So, wie früher. Sie hatte Chelsea schon oft getröstet, egal was passiert war. Sie war nun mal die Ältere und wollte auf sie aufpassen und vor allem beschützen. Selbst vor sich selbst, so gut es eben ging...
Während sie versuchte, Chelsea zu trösten, liefen ihr selbst die ersten Tränen über die Wange. Anders als sonst, wenn sie weinte, zitterte ihre Stimme allerdings nicht, als sie sagte: "Es ist okay... Es muss einen Grund gehabt haben... Vielleicht war es auch einfach Schicksal. Vielleicht sollten wir einfach sehen, dass wir auch ohne einander können... Ich meine, so schön die Zeit auch war, wir haben praktisch nichts ohne die andere gemacht... Verstehst du, was ich meine? Vielleicht hatte es auch etwas... Gutes?" Es klang irgendwie komisch und sie hoffte, das Chelsea verstand, worauf sie hinauswollte. Aber da sie noch nicht fertig war, holte sie noch einmal tief Luft. "Wäre mein Temperament nicht hätte ich sicherlich bemerkt, dass etwas nicht stimmt... Du bist niemand, der eben mal so ein Versprechen bricht... Es hätte mir auffallen sollen... Ich mach mir richtig Vorwürfe, weil ich es nicht bemerkt habe... "
Damit löste sie sich leicht von ihrer kleinen Schwester und strich ihr die Tränen aus dem Gesicht. Sanft lächelte sie sie an und hoffte, dass dieses Lächeln ihr auch sagte, wie viel sie ihr bedeutete. Daher sprach sie leise weiter, bevor ihre Stimme sich doch noch dafür entschied, sich zu verabschieden: "Aber das Gute daran ist wohl, dass ich gelernt habe, mich besser zu kontrollieren... Das passiert nicht mehr so leicht... Weil ich nicht möchte, dass ich dir noch einmal Angst mache... Ich will dich lieber beschützen, ich bin doch deine große Schwester... Ich werde ab jetzt immer für dich da sein. Und wenn etwas sein sollte, werde ich dir immer helfen. Komme, was da wolle. Und was diese unsichtbare Kontrolle angeht, da werden wir auch noch herausfinden, was es war. Zusammen. Vorausgesetzt, du möchtest das?" Sie würde verstehen, wenn Chelsea ablehnte. Sie selbst würde auch nicht mit sich auf so eine "Suche" gehen. Am Ende verlor sie doch wieder die Kontrolle und etwas geschah... Das wollte sie verhindern...

@Chelsea Shadowhawk




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#7

RE: Nothing can tear us apart forever || Chelsea & Lucy

in • Vergangenheit 15.06.2018 21:33
von Chelsea Shadowhawk | 155 Beiträge
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Chelsea war unglaublich erleichtert und dankbar, als Lucy sie in ihre Arme zog. Genau dies hatte sie gebraucht und sie schlang automatisch ebenfalls ihre Arme um ihre Schwester. Dabei achtete sie allerdings darauf, dass sie ihr Trinken nicht verschüttete, da sie den Becher noch immer in den Händen hielt und nun auch keine Gelegenheit hatte, ihn abzustellen. Ein Teil der Anspannung, die sie befallen hatte, seit sie den Entschluss gefasst hatte, mit ihr zu reden, fiel wie ein schwerer Stein von ihr ab und ließ sie ein wenig freier atmen. Die Hand, die beruhigend über ihren Rücken fuhr, half zusätzlich und sie versuchte auch die Tränen zurückzudrängen, doch dies war ein Unterfangen, das bei weitem nicht ganz so einfach war. Nicht, wenn sie so lange darauf warten musste, dass sie mit ihr reden konnte und ihr endlich mehr oder weniger erklären konnte, was damals passiert war. Als sie merkte, dass sie es nicht schaffte, die Tränen zurückzukämpfen, legte sie ihre Stirn auf Lucys Schulter, während sie ihr zuhörte. Sie brauchte einen Moment, um zu verstehen, was sie ihr damit sagen wollte, das es vielleicht Schicksal und ganz gut so war, wie es kam. Ein dicker Kloß bildete sich in ihrem Hals und weitere Tränen wollten ihr über die Wangen laufen. Chelsea biss sich auf die Unterlippe. Wie konnte sie sagen, dass es etwas Gutes hatte? Immerhin hatten sie sich so sehr gestritten, dass ihre Verbindung beinahe daran zerbrochen wäre. Sie wollte nicht einmal daran denken, was sie getan hätte, wenn sie beide nicht jetzt an diesem Punkt wären. Die ganze Zeit über hatte sie ihre Schwester vermisst und es wurde mit jedem Tag nur noch schlimmer.
Einige Minuten lang schwieg sie, dachte über die Worte nach und je länger sie dies tat, umso mehr kam sie auf den Gedanken, dass Lucy vielleicht doch ein wenig recht hatte, auch wenn es ihr dennoch nicht gefiel. Sie konnte der Zeit ohne sie einfach nichts positives abgewinnen.
“Dann wäre das Schicksal aber wirklich mies… Und auch wenn es vielleicht etwas Gutes haben sollte, hätte ich auf die Art und Weise gut verzichten können... Ich habe dich vermisst, aber mich nie getraut, mich bei dir zu melden, weil ich einfach nicht wusste, wie du reagierst, wenn ich es tue. Aber vielleicht hätte ich es tun sollen... Dann hätten wir diese ganze Zeit verkürzen können…”
Außerdem wusste sie selbst nicht, wie sie mit ihr umgehen sollte. Nicht nachdem, was sie getan hatte. Für Lucy hatte es bestimmt gewirkt, als wollte sie nichts mehr mit ihr zu tun haben, dabei war sie einfach so unglaublich unsicher, was sie tun und wie sie sich verhalten sollte.
Als sie hörte, wie ihre Schwester begann, sich Vorwürfe zu machen, blieb ihr kurz das Herz stehen. Es tat weh, zu hören, dass sie so über sich dachte, wo sie doch diejenige war, die an allem die Schuld trug. Aus diesem Grund hob sie auch den Kopf wieder an, um diesen leicht zu schütteln. Sie wusste, dass ihre folgenden Worte leicht gesagt waren, aber sie wollte auch nicht, dass sie sich wegen dem, was passiert war, sprichwörtlich selbst zerfleischte und wusste, dass sie ihr keine Schuld gab.
“Du kannst nichts dafür... Ich habe dich verletzt und ich weiß doch wie du sein kannst. Deswegen mache ich dir keine Vorwürfe und du solltest das auch nicht tun. Inzwischen bin ich mir sicher, dass du mir auch damals nichts getan hättest... Also mach dich deswegen bitte nicht fertig. Meine Angst war dumm... Ich hätte es besser wissen müssen.”
Behutsam wischte sie ihr vereinzelte Tränen aus dem Gesicht und lächelte sie aufmunternd an. Dass sich Lucy die Schuld an allem gab, war das Letzte, was sie wollte. Zudem freute sie sich über ihr Angebot, dass sie ihr helfen würde. Auch wenn sie nun dabei waren sich auszusprechen, war es dennoch ein inzwischen ungewohntes Gefühl, sich wieder auf Lucy verlassen zu können - was allerdings nichts schlechtes war. Dennoch senkte sie etwas den Blick, als sie ihr darauf antwortete, da sich ein ungutes Gefühl in ihrem Magen breit machte, wenn sie daran dachte, dem Ganzen auf den Grund zu gehen.
“Ich danke dir, dass du mir helfen willst. Und was soll die Frage, ob ich das möchte? Wir sind doch Schwestern und ich bin so froh, dass ich dich wieder habe. Um ehrlich zu sein… Ich... ich wüsste nicht, ob ich alleine den Mut hätte, mich dem Ganzen zu stellen... Es fühlte sich böse an…”
Dabei war böse noch untertrieben, wenn sie sich daran erinnerte, dass es unmöglich war, sich gegen die Kontrolle zu wehren.

@Lucy Walker


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#8

RE: Nothing can tear us apart forever || Chelsea & Lucy

in • Vergangenheit 15.07.2018 16:15
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Lucy genoss die Nähe zu ihrer Schwester. Es hatte ihr so sehr gefehlt. Die warme Umarmung, die sie früher so oft getröstet hatte, wenn etwas vorgefallen war. Fürsorglich strich sie ihrer Schwester über die Haare und wiegte sie leicht, um sie zu beruhigen. So, wie sie es früher getan hatte, als sie beide noch Kinder gewesen waren. Sie war immer die beschützende, fürsorgliche große Schwester gewesen. Das würde sich auch nie ändern, egal was kam oder passierte.
Leise seufzend zuckte sie mit den Schultern und blickte die Brünette an. "Dass das Schicksal es gut gemeint hat habe ich nicht direkt gesagt," seufzte sie und kaute auf ihrer Unterlippe herum, "ich habe dich auch vermisst, schrecklich doll. Und ich muss ehrlich gestehen, du hättest mich auch nicht erreicht. Ich, ähm... ich musste meine Nummer wechseln, weil ich mein Handy an jenem Tag geröstet habe. Außerdem hätte ich mich auch melden können, deine Nummer kenne ich doch auswendig... Wir hätten beide die Zeit verkürzen können schätze ich. Was mir an der ein oder anderen Stelle geholfen hätte. Du hättest mir sicher die Verlobung ausgeredet. Das war wirklich eine der dümmsten Dinge, die ich habe machen können. Es hat mir das Herz fast so gebrochen wie unser Streit..."
Ein schwaches Lächeln schlich sich auf ihre Lippen, ehe sie leise murmelte: "Ich hätte dich wirklich oft gebrauchen können, Cookie. Und deine leckeren Backkünste habe ich auch vermisst..." Sanft und neckend piekste sie sie in die Seite und schmunzelte nebenbei. Dann löste sie sich vorsichtig von ihr und nahm ihr den Becher ab. Sie liebte es, ihre Schwester zu necken. Sie liebte es generell bei ihr zu sein, Zeit mit ihr zu verbringen. Sie war eben ihre beste Freundin, ihre Seelenverwandte.
Leise meinte sie dann: "Ich mach mir aber Vorwürfe. Das hätte nicht passieren dürfen. Wird es jetzt auch nicht mehr, versprochen... Abgesehen davon, dass ich mein Temperament jetzt besser kontrollieren kann, werden wir bestimmt auch keinen Streit in diesem Ausmaß mehr haben, oder?" Innerlich hatte Lucy dennoch Angst, dass es vielleicht erneut zu einem solchen Streit kommen könnte. Sie hatte zwar keine Ahnung, was es für einen Auslöser geben könnte, aber man wusste ja nie, was die Zukunft noch so bringen würde.
Sie wischte sich erneut Tränen von der Wange und lächelte traurig: "Ich bin auch froh, dich wieder zu haben. Vor allem darüber, dass du mir verzeihst... Und immerhin kommen wir jetzt doch irgendwie dazu, zusammen zu studieren... Auch wenn ich ein Jahr übersprungen habe... Wir sind und bleiben Schwestern. Für immer. Oder?" Sie kante die Antwort zwar schon, aber sie wollte es dennoch noch einmal hören.
Dann jedoch verfinsterte sich ihr Blick etwas. Sie wollte ihre Schwester beschützen. Was auch immer das war, was sie fertig machte, was der Grund für den Streit gewesen war, in ihren Augen war es sowieso böse, egal ob Chels das auch so empfand oder nicht. "Alles Böse kriegt es mit mir zu tun! Du machst da bestimmt nichts alleine, okay? Wir sind ein Team, ein Doppelpack. Uns gibt´s nicht mehr alleine... Naja, meistens jedenfalls...", knurrte sie leise und schmunzelte dann leicht, "oder willst du mit mir und Jace morgens im Bett knuddeln?" Die Vorstellung war lustig, aber irgendwie brachte sie sie nicht zum Lachen. Anders als sie es sich gewünscht hatte. Sie machte sich Sorgen um ihre Schwester und wollte sie von dem, was auch immer mit ihr los war, befreien und beschützen. "Und für den Mut hast du mich. Ich lass dich nicht alleine, egal was das Böse ist. Wir halten zusammen und schaffen alles, was wir wollen. Gemeinsam. Oder bist du anderer Meinung?", fügte sie daher hinzu und seufzte, während ihr Blick wieder sanfter wurde. Solange sie nicht wussten, was los war, konnte sie auch nichts tun. Doch was auch immer es war, es sollte sich warm anziehen...

@Chelsea Shadowhawk




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#9

RE: Nothing can tear us apart forever || Chelsea & Lucy

in • Vergangenheit 03.08.2018 20:40
von Chelsea Shadowhawk | 155 Beiträge
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Wesen » Hexe/Hexer
Eisenkraut? Nein
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Ganz langsam beruhigte sich Chelsea wieder, während sie jeden einzelnen Moment genoss, in dem Lucy sie im Arm hielt und sie genau wie früher versuchte zu beruhigen. Sie war für sie da, genau so wie sie es vor ihrem Streit immer war und diese Tatsache beruhigte sie noch ein wenig mehr. So lange Zeit waren sie getrennt gewesen und doch schien sich zwischen ihnen nichts geändert zu haben. Chelsea konnte nicht genau beschreiben, wie unglaublich froh sie darüber war. Es hätte ihr das Herz gebrochen, wenn sie anders miteinander umgehen würden, wenn sich die Verbindung zwischen ihnen, die nichts mit Blutsverwandtschaft zu tun hatte, aber genauso stark - wenn nicht sogar stärker - war, anders anfühlen würde. Doch das tat sie nicht. Trotz der langen Zeit, in der sie keinerlei Kontakt hatten und in der sie dachte, dass auch nichts daran etwas ändern würde, weil sie ihre Schwester mit ihrer Entscheidung einfach zu sehr verletzt hatte, bestand das Band zwischen ihnen noch immer und war nicht zerrissen.
“Nun ja, das stimmt schon. Aber sollte das Schicksal das Ganze doch gut gemeint haben, hätte es eine sehr komische Art, einem das zu zeigen.”
Noch immer hätte sie sehr gut auf diese Lektion des Lebens verzichten können. Natürlich hatten sie beide gesehen und gelernt, dass sie im Grunde auch ohne die jeweils andere klar kamen, aber dennoch war dies etwas, das sie nicht noch einmal wiederholen wollte. Ohne Lucy an ihrer Seite fehlte ihr ein großer Teil ihres Lebens und sie fühlte sich unvollständig. Sie ergänzten sich und sollten somit nicht getrennt werden. Chelsea hoffte so sehr, dass dies auch nicht noch einmal vorkommen würde. Vor allem nicht auf diese Art und Weise.
Als sie hörte, wie Lucy meinte, sie hätte sie nicht einmal erreicht, weil sie ihre Nummer hatte wechseln müssen, bestätigte sie insgeheim das, was sie all die Jahre bereits befürchtet hatte. Sie biss sich auf die Unterlippe und kaute darauf herum, auch wenn sie merkte, wie diese dadurch langsam aufriss. Es war eine schreckliche Angewohnheit, die sie aber auch nicht schaffte, abzulegen - genau wie die eine oder andere ihrer Eigenheiten.
“Ich habe mir schon fast gedacht, dass du deine Nummer gewechselt hast... Allerdings dachte ich eher, um zu vermeiden, das ich dich erreichen könnte…”, gestand sie kleinlaut und vermied es dabei, Lucy in die Augen zu sehen. Sie fühlte sich unglaublich schlecht, weil sie so von ihrer eigenen Schwester dachte, doch nach ihrem Streit war es wirklich schwer für sie an das Gute zu denken und nicht zu glauben, Lucy wollte nie wieder etwas mit ihr zu tun haben. Schließlich hatte sie ein Versprechen gebrochen, dass sie sich schon sehr früh gegeben hatten und sie über einige Jahre begleitete.
“Außerdem war ich diejenige, die sich hätte melden müssen. Ich habe dich verletzt und somit war es nur verständlich, dass du dich nicht meldest…”
Ein weiteres Mal biss sie sich auf die Unterlippe, biss sie plötzlich hörte, dass Lucy etwas von einer Verlobung erzählte. Sofort löste sie sich von ihr, um sie genau ansehen zu können. Ihre Augen weiteten sich überrascht und Chelsea brauchte einen Augenblick, um diese Information verarbeiten zu können.
“Verlobung? Was denn für eine Verlobung?”
Die Tatsache, dass sie davon keine Ahnung hatte, zeigte ihr wieder einmal, wie viel sie verpasst hatte. Vor allem aber zeigte es ihr, dass sie nicht für sie da war, als ihre Schwester sie gebraucht hätte. Tiefe Schuldgefühle meldeten sich in ihr und sie senkte den Blick ein wenig, während sie mit ihrem Becher spielte, da ihre Hände gerade einfach etwas zu tun brauchten.
“Glaub mir, ich wäre so gerne für dich da gewesen. Es tut mir so leid, dass du da alleine durch musstest.”
Chelsea wollte gerade wieder ihrer Angewohnheit nachgehen - vor allem als sie hörte, dass Lucy sie oft gebraucht hätte - doch sie hielt sich zurück. Cookie… So lange hatte sie diesen Spitznamen nun schon nicht mehr gehört und trotz ihrer Situation zauberte er ihr ein Lächeln auf die Lippen - was nicht zuletzt auch an dem leichten Pieksen in ihrer Seite lag*.
“Den Namen hab ich auch vermisst. Du bist immerhin die Einzige, die mich so nennt. Aber ich hätte dich auch oft an meiner Seite gebraucht. Vor allem, wenn es um meine Angewohnheit geht, nicht nein sagen zu können, wenn es darum geht, jemandem zu helfen…”
Dies war eine ihrer größten Schwächen und egal wie oft sie versuchte, gegen diese anzugehen, sie versagte doch immer wieder. Es lag ihr einfach im Blut anderen zu helfen - selbst dann, wenn diese es vielleicht gar nicht verdient hatten.
Lucys Geste, mit der sie sich die Tränen aus dem Gesicht wischte, ließ sie sich umblicken. Bereits nach ein paar Augenblicken fand sie, was sie suchte: eine Schachtel mit Taschentüchern - ihr absolutes Must-have, wenn einer von ihnen Kummer hatte und gerade jetzt waren sie für sie beide mehr als nötig. Sie zupfte einige Tücher heraus und reichte sie ihrer Schwester, während sie selbst ebenfalls welche behielt. Sie war sich beinahe sicher, dass sie diese noch brauchen könnte.
“Ich hoffe es auch so sehr, dass wir uns nie wieder so streiten werden... und wenn es nach mir geht, wird es nie wieder passieren... Aber ich weiß nicht, ob das nicht noch einmal passiert... Also mit dieser seltsamen Fremdsteuerung. Nach unserem Streit kam es nie0i wieder vor aber wer kann das schon mit Sicherheit sagen…”
Chelsea wüsste so gerne, was damals mit ihr los war und woher das kam. Das alles machte ihr zu schaffen, auch wenn man es ihr nach außen hin normal nicht ansah. Ständig rechnete sie damit, dass dies wieder geschah, dass dieses Böse wieder Besitz von ihr nahm und erneut alles zerstörte. Am liebsten hätte sie ihrer Schwester etwas anderes gesagt, aber sie wollte sie auch nicht anlügen. Schließlich hatte sie keine Ahnung, ob dieses Etwas nicht doch irgendwann noch einmal zu schlug, wenn sie nicht damit rechneten. Und so lange sie auch nicht wusste, was es war, wollte sie nichts versprechen, aus Angst dies nicht halten zu können.
“Natürlich verzeihe ich dir. Eigentlich gibt es nichts, was ich dir verzeihen müsste. Ich weiß, wie du bist und somit auch, wie du sein kannst, wenn du verletzt bist. Ich habe zwar nie gedacht, dass ich es einmal am eigenen Leib erfahren würde, aber es war völlig verständlich. Und… vielleicht wusste dieses Böse ebenfalls, wie du bist und hat es deshalb so provoziert…”
Um sie beide zu trennen und sie zu schwächen... Auch wenn sie nicht wusste, ob sie mit diesem Gedanken richtig lag oder doch etwas völlig anderes dahinter steckte, ließ diese Vermutung sie doch nicht los.
“Aber egal, warum das so eskaliert ist… Du bist meine Schwester und wir sind eine Einheit. Daran wird nichts etwas ändern. Was sollte ich denn auch ohne dich machen? In der Zeit ohne dich habe ich mich nicht vollständig gefühlt…”
Traurig lächelte sie Lucy an, denn sie war sich sicher, dass es ihr nicht anders ging. Doch die Traurigkeit verschwand und machte einem warmen Gefühl Platz, als sie hörte, wie ihre Schwester dem Bösen den Kampf ansagte und bei ihrer Fragte nickte sie augenblicklich.
“Wir sind ein Dream-Team und zusammen unschlagbar. Das mache ich nicht ohne dich. Mit Jace darfst du aber gerne alleine kuscheln. Allerdings freue ich mich, dass es nun so gut klappt und du ihm verziehen hast.”
Ein aufrichtiges und ernstgemeintes Lächeln schlich sich auf ihre Lippen. Sie war wirklich froh, dass sich das alles mit Jace wieder eingerenkt hatte. Natürlich hatte sie die Hoffnung nicht aufgegeben, aber als Lucy und dann auch sie erfuhren, dass sich in Jace’ Körper auch noch ein Dämon befand, war das für sie beide, aber vor allem für ihre Schwester, äußerst schwer zu verdauen und ein kleiner Teil von ihr hatte schon die Befürchtung, dass die Beziehung der beiden daran zerbricht. Doch sie konnten sie retten.
“Und Lu?”
Abwartend sah Chelsea sie einen kurzen Augenblick an, bis sie sicher war, Lucys volle Aufmerksamkeit zu haben.
“Danke, dass du für mich da bist und ich werde es auch immer sein. Gemeinsam bekommen wir einfach alles hin. Das war schon immer so und wird auch für immer so bleiben. Du bist doch meine zweite Hälfte und ohne dich funktioniert alles nur halb so gut.”

@Lucy Walker


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